Geschichte von Malta

Die Geschichte von Malta (246 km2, 379.000 Einwohner) mit ihren beiden bewohnten Schwesterinseln Gozo (67 km2, 31.000 Einwohner) und Comino (3 km2, 2 Einwohner) begann vor 7000 Jahren mit den ersten Siedlern aus Sizilien. Es folgten Megalithen, Phönizier, Römer, Byzantiner, Araber, Normannen und Staufer.

Im Jahr 1530 wurden die Inseln dem Johanniterorden übergeben (heute gibt es noch 68 Ritter, davon praktizieren aber nur drei die Ordensprinzipien).

Johanniterorden
Kreuzritter des Johanniterordens

In der Folge konnten Osmanen und Franzosen abgewehrt werden, ehe 1800 die Briten die Herrschaft von Malta übernahmen. Seit 1964 ist Malta unabhängig, seit 2004 Mitglied der Europäischen Union.

Die Vielfalt an Eroberern spiegelt sich im bunten Mix der Architektur wider: Auf der Hauptinsel Malta gibt es 365 Kirchen und Kapellen, auf Gozo immerhin auch noch 43. In Mdina, der „stillen Stadt", in die ausschließlich die 380 Einwohner mit Autos hineinfahren dürfen, liegen Häuser in barockem, gotischem und normannischem Stil aneinandergereiht.

Wer weiter in der Geschichte zurück will, findet eine Reihe an megalithischen Tempeln, die älter sind als Ägyptens Pyramiden - wie den Hagar Oim im Südwesten von Malta oder den 3500 vor Christi erbauten Ggantija auf Gozo. Auf der vorrangig landwirtschaftlich genutzten Insel Gozo befindet sich auch die Wohnhöhle der Nymphe Kalypso, die laut griechischer Sage den Seefahrer Odysseus hierher gelockt und sieben Jahre lang gefangen gehalten haben soll. Bei einem Blick aus ihrer Wohnstatt auf den roten Sand der Ramla Bay stellt sich allerdings die Frage, ob Odysseus tatsächlich gegen seinen Willen hier festgehalten wurde. 60 nach Christi strandete übrigens auch der Apostel Paulus als Schiffbrüchiger auf Gozo, wurde hier freundlich aufgenommen.

Tempelanlage Ggantija auf der Insel Gozo (3500 vor Christi)

Ggantija auf der Insel  Gozo

Tempel Ggantija auf Gozo

Tempel Ggantija

Tempel Ta’ Ħal Tarxien (3100-1500 vor Christi)

Ta’ Ħal Tarxien

Ta’ Ħal Tarxien

Ta’ Ħal Tarxien

Tempel Ta’ Ħal Tarxien auf Malta

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